Vor dem Hintergrund der Erfindungen neuer Verfahren bei der Arbeitskleidung hat Snickers Workwear das erste Projekt mit tragbarer Technologie vorgestellt. 100 Handwerker in fünf Ländern nehmen an einem Test teil, bei dem sich herausstellen soll, wie diese tragbare Technologie die Gesundheit am Arbeitsplatz verbessern und gleichzeitig unser Aussehen in Arbeitskleidung verändern kann.

Bei diesen sogenannten „Wearables“ handelt es sich um Elek-tronik, die am Körper getragen werden kann, entweder als Zubehör oder als Bestandteil des für die Kleidung verwendeten Materials. Einer der Hauptvorteile dieser tragbaren Technologie ist die Anschlussmöglichkeit an das Internet, so dass Daten zwischen Gerät und Netzwerk ausgetauscht werden können.

Angespornt von der Sport- und Modebranche werden diese Weara-bles meistens am Handgelenk getragen. Sie können aber auch am Körper angebracht, um den Hals gehängt oder in den Stoff eingenäht werden, z. B. Magnetstreifen zur Messung des Herzschlags und der Temperatur.

2016 hat Snickers Workwear einen Test vorgestellt, bei dem 100 Handwerker in fünf Ländern in Hosen arbeiten mussten, die mit dieser tragbaren Technologie zur Messung ihrer Leistung ausgestattet waren. Leiterin dieses Projektes ist Nicole Rimér, Designchefin bei Snickers Workwear.

Wie kamen Sie in Kontakt mit Wearables?

Als wir sahen, in welchem Umfang Wearables in Sportkleidung integriert wurde, stellten wir uns die Frage, wie wir dies zur Verbesserung von Funktionalität und Komfort bei der Arbeitskleidung umsetzen könnten. Schnell hatten wir die Gesundheit als zentralen Bereich ausgemacht, in dem tragbare Technologie die Arbeitsbedingungen der professionellen Handwerker verbessern kann, die meistens ohnehin schon ein Smartphone in der Tasche haben.

Wie läuft der Test ab?

Wir bringen ein tragbares Gerät an einer Arbeitshose der 6-er Modellreihe an. Dieses Gerät erfasst Daten wie Temperatur, Geräuschpegel und Kniebelastungen im Verlauf des Arbeitstages.

Wie kann der Handwerker davon profitieren?

Auf der Grundlage dieser Daten kann der Handwerker seinen Bedarf an ordentlichen Knieschützern ablesen oder benachrichtigt werden, wenn der Geräuschpegel einen kritischen Wert erreicht. Zukünftige Tests können durch weitere Aspekte ergänzt werden.

Sind sie der Auffassung, dass Wearables Ihren Ansatz in den Bereichen Design und Produktentwicklung ändern?

Der Umfang nimmt zu. Die Entwicklung bei der Arbeitskleidung konzentriert sich natürlich auf die Bereiche Funk-tionalität, Komfort und Design. Obwohl wir uns schon immer auf die Gesundheit bei der Arbeit konzentriert haben, erkennen wir jetzt dank der neuen Technologie noch mehr Möglichkeiten. Die bei unseren Endanwendern erfassten Daten werden in den Entwick-lungsprozess einbezogen.

Würden Sie sagen, dass Handwerkern die Gesundheit am Arbeitsplatz wichtig ist?

Im Verlauf der Jahre haben wir erkannt, dass Handwerker zu der Ansicht neigen, dass sie in puncto Gesundheit und Arbeitsbedingungen gut aufgestellt sind. Die Wirklichkeit kann allerdings ganz anders aussehen. Einstellungen wie „mir passiert sowas nicht“ oder dass Sicherheit unprak-tisch ist, sind weit verbreitet. Ein Mangel an allgemeiner Aufmerksamkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt.

Aber genau aus diesem Grund sind wir das Ansicht, dass intelligente Arbeitskleidung so wichtig ist. Schliesslich sehen wir uns immer in der Pflicht, den Arbeitstag des Handwerkers zu verbessern.

Veröffentlicht 07 März 2017.

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